Verpackungsprozesse & sterile Barriere validieren nach ISO 11607-2 / EN 868-6 / ASTM F1608**

Sie müssen nachweisen, dass Ihre Sterilverpackung über Lagerung, Transport und den gesamten Aufbereitungszyklus hinweg eine sichere Barriere bildet? HygCen Germany prüft neutral, ob Ihre Verpackungs- und Siegelprozesse gemäß ISO 11607-2, EN 868-6 und internationalen Prüfstandards wie ASTM F1608, ASTM F1929, ASTM F3039 und ASTM F2096 validierbar sind – ohne Prozessberatung oder Verpackungsempfehlungen.

Die ISO 11607‑2 beschreibt die Anforderungen an die Entwicklung, Validierung und Routineüberwachung von Verpackungsprozessen für Medizinprodukte, die in ihrer Endverpackung sterilisiert werden. Sie stellt sicher, dass das Verpackungssystem die sterile Barriere während Sterilisation, Transport, Lagerung und klinischer Anwendung zuverlässig aufrechterhält.

Ergänzende Normen wie EN 868‑6 spezifizieren Anforderungen an Verpackungsmaterialien, während ASTM‑Prüfmethoden (z. B. F1608, F1929, F3039, F2096) die mikrobiologische Barriere, Siegelintegrität und Dichtheit bewerten.
Auch Alterungsprüfungen – z. B. nach ASTM F1980 – sind Teil der Validierung, wenn die Verpackung eine definierte Haltbarkeit besitzen soll.

HygCen Germany validiert ausschließlich die technische Wirksamkeit und Reproduzierbarkeit der beschriebenen Verpackungs‑ und Siegelprozesse. Wir beraten nicht zur Prozessgestaltung, Materialauswahl oder Verpackungslayouts. Die Ergebnisse werden DAkkS‑akkreditiert geprüft und QES‑signiert dokumentiert – für Audits, MDR‑Dokumentation und die Produktzulassung.

  • Digitaler Prüfbericht – QES-signiert
  • Validierte Aufbereitungsprozesse
  • Sichere Medizinprodukte für Anwender und Patienten
Verpackungsvalidierung anfragen HygCen garantiert Ihnen, Ihre Daten vertraulich zu behandeln und ausschließlich im Zuge Ihrer Anfrage zu nutzen.
Herstellerangaben für Medizinprodukte nach en iso 17664

Was bedeutet die Verpackungsvalidierung in der Praxis?

Eine Verpackung muss über den gesamten Lebenszyklus des Produkts hinweg:

sein.

Die Validierung umfasst typischerweise:

1. Siegelprozessvalidierung (ISO 11607‑2)

2. Barriere- und Materialprüfung (EN 868‑6)

3. Dichtheits‑ & Integritätsprüfungen (ASTM‑Methoden)

4. Alterungs‑ & Shelf‑Life‑Prüfungen

5. Schnittstellenbewertung

Verpackung muss zu Sterilisation, RDG‑Prozessen, End‑of‑Life‑Prüfungen und Sauberkeitsanforderungen passen – ohne Verpackungsdesign oder Prozessberatung durch HygCen Germany.

Normkriterien – auf einen Blick

NormkriteriumAnforderung / InhaltHygCen-Prüfung
SiegelprozessISO 11607-2Validierung & Reproduzierbarkeit
MaterialanforderungenEN 868-6Prüfung Materialeigenschaften
Mikrobielle BarriereASTM F1608quantitative Barrierebewertung
SiegelnahtintegritätASTM F1929 / F3039Sicht  & Druckprüfungen
DichtheitASTM F2096Bubble Leak Test
Shelf LifeASTM F1980beschleunigte Alterung
SterilisationskompatibilitätISO 17665-1 / ISO 11135 / ISO 22441Prüfung nach relevanten Verfahren
DokumentationQES signierte Berichteaudit  & MDR fähig

So prüfen wir Ihre Verpackung – Schritt für Schritt

  1. Analyse des Verpackungssystems
    Wir klären:
     
    • Verpackungsmaterialien (Folien, Tyvek®, Papier, Container)
    • Siegelprozesse & Prozessparameter
    • Sterilisationsverfahren
    • geplantes Shelf‑Life
    • relevante Normen
  2. Prüfplanung & Auswahl der Prüfmodule
    Wir definieren:
     
    • mechanische & mikrobiologische Tests
    • Dichtheits‑ und Siegelnahtanalysen
    • Alterungsprogramme
    • Worst‑Case‑Beladungen
    • Methoden nach ISO 11607‑2, EN 868‑6, ASTM‑Reihe
  3. Durchführung der Laborprüfungen
    Wir prüfen u. a.:
     

    • Siegelintegrität
    • Barriereleistung
    • Dichtheit
    • Materialfestigkeit
    • Sterilisationsbeständigkeit
    • Alterungseffekte (ASTM F1980)
    • Verpackungs‑Einflüsse auf die Sterilbarriere

    Alle Prüfungen neutral und DAkkS‑akkreditiert.

  4. Bewertung der Validierbarkeit
    Wir beurteilen:
     

    • Reproduzierbarkeit des Verpackungsprozesses
    • Integrität & Barriere über Shelf‑Life
    • Kompatibilität mit Sterilisation
    • Eignung im Aufbereitungsprozess

    Keine Prozessgestaltung, keine Materialempfehlungen.

  5. QES‑signierter Prüfbericht
    Der Bericht enthält:
     
    • vollständiges Prüfdesign
    • alle Messergebnisse
    • Normreferenzen
    • Aussage „Validierbar / nicht validierbar“
    • auditkonforme Dokumentation

Warum HygCen?

FAQ - Häufig gestellte Fragen

ISO 11607‑2 legt fest, wie Verpackungsprozesse entwickelt, validiert und überwacht werden müssen, damit die Sterilbarriere über den gesamten Lebenszyklus des Produkts zuverlässig erhalten bleibt. Die Norm verlangt, dass Siegelprozesse reproduzierbar, kontrollierbar und dokumentierbar sind. Diese Anforderungen sind ein zentraler Bestandteil der MDR‑Technischen Dokumentation und wesentliche Grundlage für Audits, da Fehler im Verpackungsprozess unmittelbar zur Gefährdung der Sterilität führen können.

ASTM‑Methoden ergänzen die europäischen Normen durch klar definierte, international anerkannte Prüfverfahren.

  • ASTM F1929 & F3039 bewerten die Siegelnahtintegrität,
  • ASTM F2096 prüft die Dichtheit über Druckänderung,
  • ASTM F1608 bestimmt die mikrobiologische Barriereleistung.
    Diese Methoden erzeugen sehr robuste Nachweise für internationale Märkte und sind besonders hilfreich für Hersteller mit globalen Vertriebswegen.

Wenn ein Produkt mit einer Mindesthaltbarkeit (z. B. 2 oder 5 Jahre) ausgeliefert wird, muss die Verpackung nachweisen, dass sie diese Dauer übersteht. Beschleunigte Alterung nach ASTM F1980 simuliert diese Zeitspannen, indem Produkte definierten Temperatur‑ und Feuchtebelastungen ausgesetzt werden. Anschließend werden Barriereleistung, Integrität und Materialeigenschaften geprüft. HygCen Germany führt die Alterung neutral durch; die Festlegung der Haltbarkeit erfolgt durch Hersteller und Regulatory‑Berater*innen.

Verpackung und Sterilisation sind untrennbar miteinander verbunden. Eine sterile Barriere funktioniert nur, wenn sie sowohl den Sterilisationsprozess (z. B. Dampf, EO, Plasma) toleriert als auch danach ihre Integrität bewahrt. HygCen Germany prüft, ob Verpackungssysteme unter realen Bedingungen den ausgewählten Sterilisationsverfahren standhalten. Eine Bewertung, ob ein bestimmtes Verpackungskonzept strategisch optimal ist, erfolgt nicht durch HygCen Germany, sondern durch externe Fachberater*innen.

Re‑Validierungen sind notwendig, wenn sich wesentliche Einflussfaktoren ändern, etwa:

  • neuer Siegelprozess
  • geänderte Siegelparameter
  • neue Verpackungsmaterialien
  • Änderung des Sterilisationsverfahrens
  • neue Beladungsszenarien
  • Auffälligkeiten im Monitoring

HygCen Germany dokumentiert lediglich, ob der aktuelle Prozess validierbar ist – ohne Empfehlungen für Verpackungsdesign oder Prozessoptimierung.

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