Pyrogenität & Endotoxin (BET/LAL & MAT) Koordination systemischer Toxizität nach ISO 10993-11

Sie müssen Endotoxin- oder Pyrogenrisiken Ihres Medizinprodukts sicher ausschließen? So erhalten Sie inhouse-Nachweise (BET/LAL, MAT) – und bei Bedarf koordinieren wir Prüfungen zur systemischen Toxizität nach ISO 10993-11.

Pyrogenität und Endotoxin sind zentrale Sicherheitsendpunkte – insbesondere bei Blutkontakt und invasiven Anwendungen. HygCen Germany führt BET/LAL und MAT inhouse durch und liefert QES-signierte Prüfberichte. Dabei führen wir sowohl Endpunkt‑ als auch kinetische Messungen durch. Wenn darüber hinaus systemische Toxizität nach ISO 10993-11 erforderlich wird, koordinieren wir diese über qualifizierte Partner – mit HygCen Germany als zentralem Ansprechpartner.

  • Digitaler Prüfbericht – QES‑signiert
  • Biokompatibilitätsbewertung ohne Tierversuche
  • Expertengutachten zu Ihrem Prüfbericht
Ihr Medizinprodukt prüfen HygCen garantiert Ihnen, Ihre Daten vertraulich zu behandeln und ausschließlich im Zuge Ihrer Anfrage zu nutzen.
Endotoxin- und Pyrogennachweis nach EN ISO 10993-11 Norm

Was bedeutet die Prüfung nach ISO 10993-11 in der Praxis?

ISO 10993‑11 bewertet systemische toxikologische Effekte von Medizinprodukten und bildet damit – neben Pyrogenität, Endotoxin und weiteren biologischen Endpunkten – einen zentralen Baustein der Biologischen Beurteilung. Während BET/LAL und MAT primär der Identifikation pyrogener bzw. endotoxiner Substanzen dienen, fokussiert ISO 10993‑11 auf akute, subakute oder subchronische systemische Reaktionen, die durch freigesetzte Stoffe ausgelöst werden können. Die Norm ist besonders relevant für implantierbare, invasive und langzeitig einwirkende Produkte, bei denen eine systemische Exposition plausibel ist.

HygCen Germany führt BET/LAL (Endotoxin) und MAT (Pyrogenität) inhouse durch und koordiniert – sofern erforderlich – die systemische Toxizität gemäß ISO 10993‑11 über qualifizierte Partnerlabore. Die Probenaufbereitung erfolgt unter Berücksichtigung relevanter mikrobiologischer Normen, insbesondere ISO 11737‑3. Dadurch entsteht eine konsistente Prüfgrundlage, die sowohl biologische als auch analytische Risiken integriert.

Systemische Toxizitätstests unter ISO 10993‑11 prüfen unter anderem auf akute toxische Effekte, Organverträglichkeit, metabolische Reaktionen und mögliche Belastungen durch freigesetzte niedermolekulare Substanzen. Die Ergebnisse werden stets in Verbindung mit chemischen Daten aus ISO 10993‑18 und biologischen Endpunkten wie Genotoxizität, Zytotoxizität oder Hämokompatibilität interpretiert. Nur diese kombinierte Betrachtung erlaubt eine regulatorisch robuste Risikoabschätzung.

Die finale Bewertung erfolgt im Biological Evaluation Plan (BEP) und Biological Evaluation Report (BER) durch unabhängige Toxikologinnen und Toxikologen. Eine saubere Dokumentation aller ISO‑10993‑11‑relevanten Prüfungen – inklusive Probenlogik, Extraktionsparametern, Ergebnisdarstellung und QES‑Signatur – ist entscheidend für MDR‑Anforderungen, Audits und Zulassungen.

Normkriterien – auf einen Blick

NormkriteriumAnforderung / InhaltHinweis
EndotoxinBET / LAL (inhouse)Grenzwerte je Anwendung
PyrogenitätMAT (inhouse)Breiter als Endotoxin
ProbenvorbereitungISO 10993-12 angelehntRisikobasiert
ISO 10993-11Koordination über PartnerProjektsteuerung durch HygCen
EinordnungInput ISO 10993-1Extern bewertet

So prüfen wir Ihr Medizinprodukt – Schritt für Schritt

  1. Fordern Sie von uns ein Angebot an – telefonisch oder per Online-Anfrage. Wichtig ist: Produkt, Materialien/Komponenten, Kontaktart und Expositionsdauer sowie der gewünschte Produktzustand (z. B. sterilisiert/aufbereitet)
  2. Sie schicken uns Ihr Produkt, sobald Sie unser Angebot angenommen haben. Bitte senden Sie das Prüfmuster möglichst im Originalzustand, wie es später ausgeliefert bzw. angewendet wird (ggf. nach Aufbereitung).
  3. Nach Eingang starten wir die Prüfung und dokumentieren Probenannahme, Probenlogik und – falls relevant – Extraktionsbedingungen normgerecht (in Anlehnung an ISO 10993-12).
  4. Wir führen BET/LAL (Endotoxin) und MAT (Pyrogenität) inhouse durch. Wenn darüber hinaus systemische Toxizität nach ISO 10993-11 erforderlich ist, koordinieren wir diese Prüfungen über qualifizierte Partner – HygCen Germany bleibt Ihr zentraler Ansprechpartner.
  5. Sie erhalten einen digitalen Prüfbericht mit fachlicher Einordnung, versehen mit einer Qualifizierten Elektronischen Signatur (QES). Auf Wunsch koordinieren wir die weiteren Schritte bis zur externen toxikologischen Bewertung (ISO 10993-17) und Biologischen Beurteilung gemäß ISO 10993-1.

Warum HygCen?

FAQ - Häufig gestellte Fragen

BET/LAL und MAT sind immer dann erforderlich, wenn Ihr Produkt potenziell pyrogene oder endotoxische Belastungen in Blut, sterile Körperhöhlen, Liquor oder andere hochsensible Kompartimente eintragen könnte. BET/LAL erfasst bakterielle Endotoxine, während MAT ein breiteres Spektrum an Pyrogenen detektiert. Abhängig von Produktart, Kontaktzeit und Risikoanalyse wird festgelegt, ob einer oder beide Tests eingesetzt werden. Bei invasiven oder implantierbaren Geräten sind diese Nachweise obligatorisch.

Endotoxine bilden eine Teilmenge pyrogener Stoffe und stammen typischerweise aus der Zellwand gramnegativer Bakterien. Pyrogenität umfasst dagegen sämtliche fieberauslösenden Mechanismen, also auch nicht‑endotoxische Stoffe wie Lipoteichonsäuren, Metabolite oder Fremdproteine. BET/LAL ist spezifisch für bakterielle Endotoxine, während MAT die Cytokinantwort humaner Monozyten misst und dadurch auch nicht‑endotoxische Pyrogene erkennt. Für eine vollständige Sicherheitsbewertung werden beide Verfahren häufig kombiniert.

BET/LAL und MAT werden bei HygCen Germany inhouse durchgeführt. Systemische Toxizität nach ISO 10993‑11 hingegen erfolgt in Partnerlaboren, wobei HygCen Germany die vollständige Koordination übernimmt. Dies gewährleistet eine konsistente Probenstrategie, einheitliche Dokumentation und ein durchgängiges Reporting – alles QES‑signiert und direkt für die Biologische Beurteilung nutzbar.

Die Probenvorbereitung orientiert sich an ISO 10993‑12: Auswahl geeigneter Extraktionsmedien, Oberfläche‑zu‑Volumen‑Verhältnisse, Zeit‑/Temperaturprofile und endotoxinkontrollierte Handhabung. Ziel ist es, realistische, aber robuste Worst‑Case‑Szenarien abzubilden, ohne toxikologisch irrelevante Überlastungen zu erzeugen. Die Dokumentation aller Parameter unterstützt die Nachvollziehbarkeit für Benannte Stellen und Behörden.

Systemische Prüfungen werden notwendig, wenn Ergebnisse aus 10993‑18, BET/LAL, MAT oder anderen biologischen Tests Hinweise auf potenziell systemische Risiken geben. Auch langzeitig implantierbare Geräte oder Produkte mit hoher klinischer Exposition benötigen oft eine abgestufte toxikologische Bewertung nach ISO 10993‑11. Die Entscheidung erfolgt projektbezogen im BEP und basiert stets auf einer Risikoanalyse.

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