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Die Typprüfung bewertet die grundlegende Leistungsfähigkeit eines Aufbereitungsgeräts unabhängig vom Einsatzort. Sie dient dazu nachzuweisen, dass ein Gerät:
Je nach Gerätetyp greifen unterschiedliche Normen:
Die Typprüfung ist klar von der Prozessvalidierung zu unterscheiden:
Während die Prozessvalidierung untersucht, ob ein konkreter Aufbereitungsprozess wirksam ist, beurteilt die Typprüfung, ob das Gerät selbst für den vorgesehenen Zweck geeignet ist.
HygCen Germany prüft als neutraler, DAkkS‑akkreditierter Dienstleister die Anforderungen der jeweiligen Gerätestandards – ohne Gerätekonfigurationen zu empfehlen oder konstruktive Änderungen vorzuschlagen. Unsere QES‑signierten Prüfberichte unterstützen Hersteller und Inverkehrbringer bei Zulassung, Konformitätsbewertung und Markteinführung.


Eine Typprüfung ist mehr als ein formaler Normabgleich. Entscheidend ist, ob ein Aufbereitungsgerät unter definierten, reproduzierbaren und praxisnahen Bedingungen die geforderte Leistung erbringt.
HygCen Germany prüft deshalb nicht nur einzelne technische Parameter, sondern prüft das Zusammenspiel aus Konstruktion, Prozessführung, Beladung, Reinigungs- und Desinfektionsleistung sowie Dokumentation. Dabei werden insbesondere kritische Prozessbedingungen berücksichtigt, z.B. schwierige Beladungssituationen, komplexe Geometrien, Hohlkörper, Lumina oder thermolabile Medizinprodukte.
So entsteht ein belastbarer Nachweis, ob das Gerät die normativen Mindestanforderungen erfüllt und eine sichere Grundlage für spätere Validierungen im realen Betrieb schafft.
Typprüfungen bewerten, ob ein Gerät konstruktiv und funktional die Mindestanforderungen seiner Normen erfüllt. Dazu gehören z. B.:
Reinigungs‑Desinfektionsgeräte (ISO 15883-1/-2/-3/-4/-5/-6/-7)
Trockenschränke für Endoskope (EN 16442)
Siegelgeräte (ISO 11607‑2)
Kleinsterilisatoren (EN 13060)
Großsterilisatoren (EN 285)
H₂O₂/Plasma‑Sterilisatoren (ISO 14937 / ISO 22441)
Formaldehyd‑Sterilisatoren (EN 14180)
Die Typprüfung erfolgt unter Laborbedingungen gemäß Normen – streng neutral und ohne Eingriffe in Geräte‑ oder Prozessdesign.
Ein wesentlicher Teil der Typprüfung ist die Auswahl eines geeigneten Prüfdesigns. Je nach Gerätetyp und Anwendung müssen Prüfbedingungen so gewählt werden, dass auch kritische Nutzungssituationen realistisch abgebildet werden.
Dazu gehören unter anderem:
Besonders bei Reinigungs-Desinfektionsgeräten für thermolabile Endoskope ist die Auswahl geeigneter Prüfmodelle entscheidend. HygCen Germany unterstützt Hersteller dabei, normgerechte und reproduzierbare Prüfbedingungen umzusetzen, einschließlich der Bewertung komplexer Endoskopgeometrien und geeigneter Surrogate nach den Anforderungen gemäß ISO 15883‑4 Anhang H.
| Normkriterium | Norm | HygCen-Prüfung |
|---|---|---|
| Reinigungs-Desinfektionsgeräte | ISO 15883-1/-2 | konstruktive & funktionale Typprüfung |
| Endoskop-Trockenschränke | EN 16442 | Trocknungsqualität, Luftführung, Hygiene |
| Siegelgeräte | ISO 11607-2 | Geräte & Prozessanforderungen |
| Kleinsterilisatoren | EN 13060 | Funktions- & Sicherheitsprüfung |
| Großsterilisatoren | EN 285 | Temperatur/Druckprofile, Dampfqualität |
| H₂O₂/Plasma Sterilisatoren | ISO 14937 / ISO 22441 | Parameterprüfung, Sicherheitseinrichtungen |
| Formaldehyd Sterilisatoren | EN 14180 | Prozessparameter & Sicherungsfunktionen |
Bewertung der Normkonformität
Wir beurteilen:
keine Optimierung, keine Gerätekonfiguration.
Die Typprüfung bewertet, ob ein Gerät die technischen Mindestanforderungen seiner Norm erfüllt – unabhängig vom Einsatzort. Die Prozessvalidierung prüft dagegen, ob ein konkreter Aufbereitungsprozess (z. B. ein RDG‑Programm oder Steri‑Zyklus) unter realen Bedingungen wirksam ist. Ein Gerät kann die Typprüfung bestehen, aber ein Prozess kann trotzdem nicht validierbar sein – und umgekehrt. HygCen führt beide Verfahren durch, aber jeweils neutral und ohne Prozess‑ oder Gerätekonfiguration.
Typprüfungen sind erforderlich, wenn:
neue Gerätemodelle entwickelt werden.
Je nach Gerät reichen die Prüfungen von Temperatur‑/Druckprofilen über Funktionssicherheit bis zu Siegelparameter‑Reproduzierbarkeit.
Typisch sind:
Wenn einzelne Messwerte außerhalb der normativen Toleranzen liegen, dokumentiert HygCen diese neutral und vollständig. Die Verantwortung für konstruktive Anpassungen liegt beim Hersteller – HygCen schlägt keine Änderungen vor und berät nicht zur Geräteoptimierung.
Nicht zwingend – aber sinnvoll.
Ein Gerät, das die Typprüfung nicht erfüllt, kann trotzdem manchmal prozessvalidierbar sein – aber:
Ein Gerät, das gar nicht normkonform gebaut ist, führt langfristig fast immer zu Problemen in der Prozessvalidierung.
HygCen trennt die Verfahren klar, erkennt aber Schnittstellen.
Ethylene‑Oxid‑Sterilisation erfordert spezielle Einrichtungen und Sicherheitsinfrastruktur (Gasführung, Emissionskontrolle), die HygCen Germany nicht betreibt. Daher werden EO‑Geräte und ISO 11135 in der Typprüfung sowie in der Prozessvalidierung nicht angeboten.
Aufbereitung von Medizinprodukten, ISO 17664 - Validierbarkeit der Herstellerangaben, ISO 15883 – RDG Validierung, ISO 17665-1 / EN 13060 / EN 285 – Sterilisationsvalidierung, Sauberkeitsnachweis – TOC / Protein / Hämoglobin / ISO 19227, End of Life - Material- und Funktionsbeständigkeit, Bioburden & Sterilität – ISO 11737-1/-2, Verpackung & sterile Barriere – ISO 11607-2 / EN 868-6 / ASTM F1608

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