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Die Reinigungsvalidierung ist ein zentraler Baustein innerhalb der Aufbereitungskette. Sterilisation und Desinfektion können nur wirksam sein, wenn vorab eine ausreichende Reinigung erfolgt ist. Internationale Normen wie ISO 15883‑5 (Cleanability‑Prüfungen), ANSI/AAMI ST98 (Cleaning Validation), sowie ASTM F3208‑20 (standardisierte Anschmutzungen) definieren, wie Reinigungsprozesse belastbar zu prüfen sind. Für orthopädische Implantate gelten zusätzlich die Sauberkeitsanforderungen nach ISO 19227, die unter anderem TOC‑Grenzwerte und partikuläre Reinheit bewerten.
HygCen Germany validiert die Reinigungsleistung rein neutral und akkreditiert. Wir entwickeln keine Reinigungsprogramme und geben keine Beratung, sondern prüfen ausschließlich, ob die vom Hersteller oder Betreiber beschriebenen Verfahren nachweislich die geforderten Sauberkeitswerte erreichen. Dabei kommen quantitative Parameter wie Protein, Hämoglobin und TOC zum Einsatz, ergänzt durch partikuläre Analysen, endotoxinbezogene Prüfungen (z. B. LAL gemäß ISO 10993‑11) und, wenn erforderlich, mikrobiologische Ergänzungsprüfungen.
Die Ergebnisse werden in QES‑signierten Prüfberichten dokumentiert und lassen sich direkt in die technische Dokumentation (MDR), IFU‑Validierung, RDG‑Validierung und Sterilisationsvalidierung einbinden.


In der Praxis beantwortet die Reinigungsvalidierung die Frage, ob der beschriebene Reinigungsprozess — manuell oder RDG‑gestützt — reproduzierbar ausreichend Sauberkeit erzeugt. Dazu gehören insbesondere:
Reinigungsmarker: Protein, Hämoglobin, TOC
Anforderungen an Implantate – ISO 19227
Für orthopädische Implantate gelten zusätzliche Sauberkeitsanforderungen:
ISO 19227 ist daher ein zentraler Nachweis für Implantat‑Hersteller.
Ergänzende mikrobiologische & toxikologische Prüfungen
Wenn Sauberkeits‑ oder Partikelanalysen auffällige Ergebnisse zeigen, können Bioburden‑Untersuchungen nach ISO 11737‑1 sowie zytotoxikologische Bewertungen nach ISO 10993‑5 notwendig sein.
Diese Folgeprüfungen helfen zu beurteilen, ob Restkontaminationen mikrobiologischer oder chemisch‑toxikologischer Natur sind und unterstützen die Gesamtbewertung gemäß EN ISO 17664 und MDR.
Ergänzende mikrobiologische und toxikologische Bewertungen
Wenn TOC‑, Protein‑, Hämoglobin‑ oder Partikelanalysen auffällige Ergebnisse zeigen, können Bioburden‑Prüfungen nach ISO 11737‑1 sowie zytotoxikologische Untersuchungen gemäß ISO 10993‑5 erforderlich sein. Diese Folgeprüfungen helfen zu klären, ob verbleibende Rückstände mikrobiologisch oder chemisch‑toxikologisch relevant sind und unterstützen die Gesamtbewertung nach ISO 17664.
Normative Prüfmethoden
HygCen Germany führt diese Prüfungen normkonform durch und bewertet ausschließlich die reproduzierbare Wirksamkeit — ohne Prozessberatung oder Optimierung.
| Normkriterium | Anforderung / Inhalt | HygCen Prüfung |
|---|---|---|
| Reinigungsmarker | Protein, Hämoglobin, TOC | quantitative Rückstandsanalyse |
| Implantatreinheit | ISO 19227: TOC, Partikel, chemische Rückstände | implantatspezifische Prüfprogramme |
| Reinigungsmethoden | ISO 15883-5, ST98, ASTM F3208-20 | Umsetzung definierter Anschmutz und Prüfmethoden |
| Partikelprüfung | AAMI TIR42 | quantitative und qualitative Partikelbewertung |
| Endotoxine | ISO 10993-11 (LAL) | optional bei kritischen Produkten |
| Mikrobiologie | ISO 11737-1/-2 | ergänzende mikrobiologische Betrachtung |
| Bioburden | ISO 11737-1: quantitative Bewertung mikrobieller Restbelastung | mikrobiologische Folgeprüfung bei auffälligen Sauberkeitsparametern |
| Zytotoxizität | ISO 10993-5: zelluläre Verträglichkeit chemischer Rückstände | ergänzende Bewertung bei chemisch/toxikologisch relevanten Rückständen |
| Dokumentation | QES signiert, auditfähig | MDR konforme Prüfnachweise |
Analyse des vom Hersteller/Betreiber beschriebenen Prozesses
Wir betrachten:
Keine Beratung, nur Prüfbarkeit & Validierbarkeit.
Laborprüfung unter praxisnahen Bedingungen
Wir führen durch:
Alle Prüfungen erfolgen DAkkS‑akkreditiert und neutral.
Protein gilt als sensitiver Indikator für organische klinische Verschmutzungen und ist in ISO 15883‑5 sowie ANSI/AAMI ST98 als zentraler Marker festgelegt. Hämoglobin dient als spezifischer Nachweis für bluthaltige Anschmutzungen und wird häufig parallel eingesetzt, wenn Blut als realistische Worst‑Case‑Kontamination anzusehen ist. TOC wiederum bildet den Gesamtgehalt organischer Reststoffe ab und eignet sich insbesondere bei kritischen Produkten, Implantaten und komplexen Strukturen. In Kombination ermöglichen diese Marker ein sehr umfassendes Bild der Reinigungsleistung — von spezifischen Organikresten bis hin zu Summenparametern.
ISO 19227 gilt für orthopädische Implantate und ähnliche Produkte, bei denen chemische und partikuläre Sauberkeit entscheidend ist. Die Norm fordert u. a. quantitative TOC‑Grenzwerte, die Bewertung von Partikeln nach AAMI TIR42, die Identifizierung potenzieller Reststoffe, sowie eine nachvollziehbare Dokumentation des gesamten Reinigungsprozesses. HygCen prüft ausschließlich die Einhaltung dieser Anforderungen - die Prozessgestaltung oder die Auswahl geeigneter Reinigungsverfahren liegt beim Hersteller bzw. externen Berater*innen. Die Ergebnisse unterstützen die technische Dokumentation und dienen als Grundlage für risikobasierte Entscheidungen.
Bei grenzwertigen Ergebnissen führt HygCen Germany eine rein datenbasierte Bewertung durch - ohne Prozessberatung oder Optimierungsempfehlungen. Wenn mehrere Testparameter (z. B. Protein und Hämoglobin) nahe an Akzeptanzgrenzen liegen oder variabel ausfallen, dokumentieren wir dies präzise im Prüfbericht. Der Betreiber oder Hersteller muss anschließend mit Prozess‑ oder Regulatory‑Berater*innen mögliche Anpassungen prüfen (z. B. Beladung, Chemie, Einwirkzeit). HygCen Germany führt auf Wunsch Wiederholungsprüfungen durch, bewertet aber keine „Strategien“ zur Prozessverbesserung.
Viele Hersteller benötigen Sauberkeitsnachweise für den europäischen UND den US‑Markt. ASTM F3208‑20 liefert normierte Anschmutzmethoden, ST98 definiert strukturierte Reinigungsvalidierungs‑Abläufe, und USP 643 legt analytische Kriterien für TOC‑Messungen fest. HygCen Germany kann diese Methoden in Prüfprogrammen kombinieren, um eine internationale Vergleichbarkeit zu ermöglichen. Wichtig ist, dass HygCen Germany diese Methoden prüft, aber nicht berät, welche Methode für welchen Markt strategisch ideal ist — diese Entscheidungen liegen im Bereich externer Regulatory‑Expert*innen.
Eine Revalidierung ist immer dann erforderlich, wenn sich sicherheitsrelevante Faktoren ändern: neue Instrumententypen, andere Prozesschemikalien, Anpassung der RDG‑Programme, Änderungen in der Wasserqualität oder auffällige Prüfergebnisse. Darüber hinaus sehen viele QM‑Systeme regelmäßige Intervalle vor. HygCen Germany dokumentiert die Validierbarkeit der aktuellen Prozesse.
Bioburden‑Untersuchungen (ISO 11737‑1) oder Zytotoxizitätsprüfungen (ISO 10993‑5) werden dann relevant, wenn quantitative Sauberkeitsparameter wie TOC, Protein, Hämoglobin oder Partikel (AAMI TIR42) auffällig sind oder wenn das Produkt implantatnah eingesetzt wird. Diese Folgeprüfungen helfen zu klären, ob verbleibende Restkontaminationen mikrobiologisch oder chemisch‑toxikologisch relevant sind.
ISO 17664 - Validierbarkeit der Herstellerangaben, ISO 15883 – RDG Validierung, ISO 17665-1 / EN 13060 / EN 285 – Sterilisationsvalidierung, End of Life - Material- und Funktionsbeständigkeit, Bioburden & Sterilität – ISO 11737-1/-2, Verpackung & sterile Barriere – ISO 11607-2 / EN 868-6 / ASTM F1608, Typprüfung von Aufbereitungsgeräten, Aufbereitung von Medizinprodukten

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