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Während einzelne Validierungen (Reinigung, Sterilisation, Verpackung) prüfen, ob ein einzelner Zyklus wirksam ist, beantwortet die End‑of‑Life‑Prüfung eine übergeordnete Frage:
Behält das Produkt die erforderliche Sicherheit und Funktionalität auch nach vielen wiederholten Aufbereitungszyklen bei?
Mehrere Normen decken diese zyklusübergreifende Betrachtung ab:
HygCen Germany führt diese Prüfungen neutral, DAkkS‑akkreditiert und ohne Beratungsanteile durch. Wir entwickeln keine Produkt‑ oder Prozessstrategien, sondern bewerten ausschließlich die technische Beständigkeit unter wiederholter Aufbereitung.
Ergebnisse werden in einem QES‑signierten Bericht dokumentiert, der sich direkt in MDR‑Dokumentation, Risikoanalysen und Lebensdauerbewertungen integrieren lässt.


Eine End‑of‑Life‑Prüfung simuliert den vollständigen Lebenszyklus eines Produkts aus Sicht der Aufbereitung:
Dabei wird bewertet, ob:
Dies ist insbesondere wichtig für:
Geräte, die mehreren Dampfzyklen oder thermischen Belastungen unterliegen
| Normkriterium | Anforderung / Inhalt | Hinweis |
|---|---|---|
| Zyklenbelastung | Wiederholte RDG + Steri Belastung | RDG Zyklen & Steri Mehrfachsimulationsprogramme |
| Materialbeständigkeit | ISO 21530 | Prüfung mit Desinfektionsmittel Belastung |
| Aging | ASTM F1980 | beschleunigte Alterung |
| Implantatreinheit | ISO 19227 | TOC, Partikel, chemische Rückstände |
| Partikel | AAMI TIR42 | quantitative Partikelprüfung |
| Funktionserhalt | mechanische & haptische Funktion | Funktionsprüfung nach Zyklen |
| Verpackungsbeständigkeit | ISO 11607-2, EN 868 6 | Integrität & Barrierewirkung nach Zyklen |
| Mikrobiologie | ISO 11737-1/-2 | mikrobiologische Einflussprüfung |
| Dokumentation | QES signiert | MDR /Audit taugliche Nachweise |
Einzelschritt‑Validierungen bestätigen nur, dass jeder Prozessschritt für einen Zyklus wirksam ist. In der realen Anwendung durchläuft ein Medizinprodukt jedoch häufig Dutzende oder sogar Hunderte Aufbereitungszyklen. Dabei wirken mechanische Beanspruchung, thermische Belastung, Chemikalien, Feuchtigkeit, Druckwechsel und Verpackungsprozesse kumulativ auf das Produkt ein. Diese Kombination kann im Zeitverlauf zu Oberflächenveränderungen, Materialermüdungen, Funktionsverlust oder zu einer verringerten Reinigbarkeit führen. End‑of‑Life‑Prüfungen simulieren diesen wiederholten Einfluss und beantworten die zentrale Frage: „Bleibt das Produkt während seiner gesamten vorgesehenen Lebensdauer sicher einsetzbar?“
Die Zyklenzahl ergibt sich üblicherweise aus den Herstellerangaben, Risikoanalysen, dem Verwendungszweck und den zu erwartenden Aufbereitungsintervallen. Manche Produkte sind für 50 Zyklen ausgelegt, andere für 150 oder mehr. HygCen Germany bewertet selbst nicht, wie viele Zyklen angemessen sind, sondern prüft ausschließlich die Anzahl, die der Hersteller oder Betreiber vorgibt. Wenn keine Zyklenzahl definiert wurde, empfehlen wir die Abstimmung mit externen Regulatory‑Berater*innen; als Prüflabor legen wir keine Lebensdauerstrategien fest.
In der Praxis sind dies vor allem:
HygCen Germany dokumentiert solche Befunde neutral und ohne Interpretation hinsichtlich Produktlebensdauer oder Marktfähigkeit. Bewertungen zu Risiko oder Produktdesign erfolgen durch externe Fachexpert*innen.
ASTM F1980 beschreibt Verfahren zur beschleunigten Alterung anhand thermischer und feuchtebezogener Belastungen. Mit dieser Methode kann innerhalb kurzer Zeit abgeschätzt werden, wie sich Materialien über längere Lagerzeiträume verhalten. In Kombination mit Aufbereitungszyklen nach ISO 17665‑1 und ISO 15883 entsteht ein vollständiges Bild aus thermischer Alterung und zyklischer Beanspruchung. HygCen Germany führt solche Alterungsprozesse neutral durch und kombiniert sie mit nachfolgenden Funktions‑ und Sauberkeitsprüfungen.
Ja, indirekt. End‑of‑Life‑Prüfungen prüfen nicht nur das Produkt, sondern zeigen auch, ob die zugrunde liegenden Reinigungs‑ und Sterilisationsprozesse über viele Zyklen hinweg reproduzierbar bleiben. Wenn ein Produkt nach vielen Zyklen plötzlich schlechter gereinigt werden kann oder ungewöhnliche Verschmutzungs‑ oder Partikelmuster zeigt, bedeutet das nicht zwingend einen Materialfehler — sondern kann auf veränderte Oberflächen oder Funktionsmerkmale zurückzuführen sein. HygCen Germany bewertet nur die Prüfdaten; Prozessanalysen erfolgen extern.
End‑of‑Life‑Prüfungen bilden die Brücke zwischen:
Sie beurteilen, ob sich die Funktion des Produkts unter der Summe dieser wiederholten Prozesse langfristig verändert. Somit ist End‑of‑Life ein wesentliches Element der Technischen Dokumentation, der Risikoanalyse und der Gebrauchstauglichkeitsbewertung.
ISO 17664 - Validierbarkeit der Herstellerangaben, ISO 15883 – RDG Validierung, ISO 17665-1 / EN 13060 / EN 285 – Sterilisationsvalidierung, Sauberkeitsnachweis – TOC / Protein / Hämoglobin / ISO 19227, Bioburden & Sterilität – ISO 11737-1/-2, Verpackung & sterile Barriere – ISO 11607-2 / EN 868-6 / ASTM F1608, Typprüfung von Aufbereitungsgeräten, Aufbereitung von Medizinprodukten

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