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Proteinbelastungen von Hand- und Winkelstücken nach Nutzung in der zahnärztlichen Praxis und nach praxisüblichen Aufbereitungsmethoden

Neue Publikation in der Fachzeitschrift Hygiene & Medizin Ausgabe 12/2013

Die EU-Medizinprodukte-Richtlinie 93/42/EEC (Medical Device Directive, MDD) besagt, dass jedes Medizinprodukt bestimmungsgemäß und in derselben Qualität und Funktion zum Einsatz kommen muss, unabhängig von der Zahl der zuvor absolvierten Aufbereitungszyklen. Rotierende zahnärztliche Instrumente müssen daher durch den Zahnarzt entsprechend den aktuellen Standards aufbereitet werden. Das Ziel dieser Studie war es festzustellen, ob die Proteinbelastung von zahnärztlichen Übertragungsinstrumenten in der Praxis und die in der Praxis zur Aufbereitung genutzten Systeme den notwendigen Anforderungen gerecht werden. Methodik: Mit der modifizierten OPA-Methode wurde die Proteinbelastung von Hand-und Winkelstücken sowie Turbinen aus zahnärztlichen Praxen bestimmt. Außerdem wurde der Einfluss von verschiedenen Aufbereitungsmethoden auf die Proteinbelastung von neuen und drei Monate in der Praxis verwendeten Hand- und Winkelstücken untersucht. Des Weiteren wurde die Reinigungsleistung von Geräten untersucht, die entweder nur zur Reinigung und Pflege vorgesehen sind (NSK Care 3 Plus, KaVo Quattro Care und Assistina 301 Plus) oder neben einem Reinigungs- auch einen Sterilisationsprozess (Sirona DAC Universal) beinhalten. Ergebnisse: Die Ergebnisse der Studie zeigen die inadäquate Reinigungsleistung von reinen Pflegegeräten gegenüber einem Aufbereitungssystem, das nicht nur einen Reinigungs- sondern auch einen Sterilisationsprozess umfasst. Schlussfolgerung: Die hier verglichenen Pflegesysteme sind keine Reinigungs- und Desinfektionsgeräte, welche nach DIN EN ISO 15883 validierbar sind. Die Reinigungsleistung ist zu niedrig und nachfolgende Desinfektions- oder Sterilisationsprozesse könnten dadurch gefährdet sein. Zusätzlich müsste das Risiko von Kreuzkontaminationen durch Pflegesysteme weiter abgeklärt werden.

Autoren: S. Werner, L. Jurzik, T. Salomon, J. Köhnlein

HygMed 2013; 38 [12]: 518–525

 

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